4 Möglichkeiten der privaten Rentenversicherung, die du kennen solltest um der Altersarmut lebewohl zu sagen!

4 Möglichkeiten der privaten Rentenversicherung, die du kennen solltest um der Altersarmut lebewohl zu sagen!

In diesem Beitrag lernst du die wichtigsten Möglichkeiten der privaten Rentenversicherung kennen.

Der Artikel im Überblick:

Du musst dich neben der gesetzlichen Rentenversicherung noch selbstständig um deine Altersvorsorge kümmern. 
Hierzu kannst du in Deutschland aus 4 Möglichkeiten auswählen: 

Das Problem

Der Traum von der rein staatlichen Finanzierung im Alter ist ausgeträumt.

Die Deutschen liegen aktuell noch bei einem Rentenniveau von 50% und damit auf Platz 26 in der EU.

Schuld daran ist jedoch nicht nur das System der deutschen Rentenversicherung. Das aktuell eingezahlte Geld der sozialabgabenpflichtigen Bevölkerung wird direkt an die Rentner umverteilt. Dieses Umlageverfahren begünstigt ein sinkendes Rentenniveau. Erschwerend kommt noch hinzu, dass die deutsche Bevölkerung sich seit Gründung des Rentensystems von sehr geburtenstark zu sehr geburtenschwach entwickelt hat.

 

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Infografiken: Diese Infografik ist von www.einfach-rente.de

Es gibt für dieses System einfach zu viele alte Menschen.

Der Staat senkt deshalb das Rentenniveau seit 2007 kontinuierlich. 
Und eben daraus entsteht eine neugeschaffene Eigenverantwortung, sich selbst um seine Altersvorsorge zu kümmern.
In den meisten Fällen läuft es sonst auf Sozialhilfe im Alter hinaus. 

Merke: Um deinen Lebensstandard auch im Alter halten zu können, musst du privat vorsorgen.

Die Möglichkeiten der privaten Rentenversicherung

  • Monatliche Rentenzahlungen
  • Freiheit auf eine Kapitalzahlung
  • Zugang vor Rentenbeginn
  • Steuerliche Ersparnis in der Ansparungsphase
  • Hohe staatliche Förderung
  • Hartz-IV-Sicherheit

All das lässt sich nicht in einem Produkt vereinen. Doch das Gute ist, dass du frei entscheiden kannst, welche Vorzüge dir wichtiger sind und welche eben nicht.

Dazu brauchst du jedoch alle Vor- und Nachteile, um frei entscheiden zu können.

Nr. 1 – Riester

Der Riester ist das wohl bekannteste private Altersvorsorgeprodukt. In der Presse wird der Riester sehr kontrovers diskutiert. Doch oft würde sich diese Diskussion mit mehr Fachwissen um die Beschaffenheit des Produkts erübrigen.
Kommen wir doch direkt zu den wichtigsten Fakten über den Riester:
         1. Du erhältst im Riester eine Zulage vom Staat in Höhe von 175€ p.a.

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Dein Geschenk vom Staat!

2. Du hast das Recht auf eine Kinderzulage in Höhe von 185€ für alle von 2008 und          300€ für alle nach 2008 geborenen Kinder.

3. Der Riester generiert zudem noch einen Steuervorteil für dich.

4. Du kannst den Riester zum Hausbauen verwenden.

Natürlich ist auch nicht alles im Riester Gold was glänzt. Es gibt gewisse Grundvoraussetzungen, die du erfüllen musst, um diese Zulagen und Vorteile erhalten zu können.
Zudem gibt es auch deutliche Nachteile in dieser ersten Form der privaten Altersvorsorge. 
Interessiert, welche das sind? Dann geht’s hier zur ausführlichen Erklärung!

Merke: Der Riester ist das zulagenstärkste Produkt für deine private Altersvorsorge.

Nr. 2 – betriebliche Altersvorsorge

Eine der lukrativsten Möglichkeiten ist die bAV. In keinem anderen Produkt kannst du so stark gefördert werden wie in diesem. 
Die betriebliche Altersvorsorge bezahlst du nicht von deinem Nettogehalt, sondern von deinem Brutto. Dadurch verringern sich automatisch auch deine Sozialabgaben.

Zudem unterstützen dich die meisten Arbeitgeber auch noch bei der Altersvorsorge, da sie dich so als guter Arbeitnehmer an deren Unternehmen binden können.

So viele Arbeitnehmer nutzen aktuell die Vorteile einer bAV:
betriebliche Altersvorsorge 57%

Jeder Arbeitgeber in Deutschland muss dir die Möglichkeit bieten, eine betriebliche Altersvorsorge besparen zu können. Auch dann, wenn er selbst nichts beisteuert. In diesem Fall handelt es sich um eine reine Entgeltumwandlung. 

Problematisch ist jedoch, dass der Arbeitgeber dir den Durchführungsweg vorgeben kann. Wenn du mit diesem Begriff nichts anfangen kannst, du zudem nach weiteren Fakten und Rechenbeispielen suchst, dann lies DIESEN ARTIKEL zur betrieblichen Altersvorsorge.

Merke: Mit der bAV sicherst du dir die höchste Förderungsquote. 

Nr. 3 – Rürup-Rente/ Basisvorsorge

Du bist selbstständig, Unternehmer oder verdienst sehr viel Geld als Angestellter?
Dann hast du in den meisten Fällen auch ein ordentliches Steuerproblem.  
Wusstest du, dass du die Altersvorsorge dafür nutzen kannst, um deine Steuerlast drastisch zu senken?
Die Rürup-Rente ist eine eher für den Vielverdiener lohnende Variante. Zudem fungiert sie für diejenigen, die nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, als gleichwertiges Äquivalent.

Direkt zum Vorteil:

In der Rürup-Rente kannst du bis zu 23.712€ p.a als Single und eben das Doppelte als verheiratetes Paar in der Steuererklärung steuerlich geltend machen.

Im Jahr 2018 ist es möglich, 86% dieser 23.712€ anzusetzen. Dabei steigt diese Zahl bis 2025 auf 100%.

Doch auch bei der Rürup-Rente gibt es so einige Dinge zu beachten. 
So solltest du zum Beispiel beachten, dass du dir lediglich eine monatliche Rente zahlen lassen kannst. Damit ist es dir nicht möglich, über eine Kapitalentnahme zu entscheiden. 
Außerdem ist es nicht möglich, vor deinem Renteneintritt die Rente zu bekommen. 
Wenn du noch weitere Vor- und Nachteile über die Rürup-Rente suchst, dann klick HIER.

Merke: Als Vielverdiener, Selbstständiger oder Unternehmer kannst du mit der Rürup-Rente nicht nur fürs Alter sparen, sondern gleichzeitig noch deine Steuerlast senken.

Nr. 4 – flexible Privatvorsorge

Die vierte Variante im Bunde ist der Allrounder unter den Rentenversicherungen und sollte sich in jedem Altersvorsorgeplan wiederfinden.

Die sogenannte Flex bietet dir nicht nur steuerliche Entlastung, sondern gleichfalls noch absolute Flexibilität im Alter und wappnet dich für viele Eventualitäten.
Direkt zu den Vorteilen:

 

  1. Du kannst bereits ab 62 deine Rente aus der Flex beziehen.
  2. Zudem hast du ein freies Wahlrecht, ob du eine Rente oder lieber Kapital haben möchtest. Die prozentuale Verteilung kannst du völlig frei wählen.
  3. Von deiner Rente werden gerade einmal 18 % versteuert.

 

Und das sind noch nicht mal alle Vorteile der flexiblen Privatvorsorge.
Weitere Informationen und Beispielrechnungen findest du hier.

Merke: Um deine Altersvorsorgeplan flexibel zu gestalten, sollte die Flex nicht fehlen.

Wie du siehst, hast du eine breite Auswahl an geförderten Vorsorgevarianten.
Bedenke jedoch bei deiner Wahl, dass es sehr schwer sein wird, all deine Ansprüche in nur einem privaten Altersvorsorgeprodukt zu decken.

 

Deshalb ist es ratsam, dir eine Kombination aus mehreren Produkten zusammenzustellen. 
Denn auch im Alltag stehst du auf 2 Beinen deutlich stabiler als nur auf einem.

Zudem schaffst du eine höhere Sicherheit für dein Geld, da du deine Einzahlungen breiter streust und dich nicht nur von einem Produkt abhängig machst.
Wenn es deine Situation und dein finanzielles Budget zulassen, dann stell dich auf so viele Beine wie möglich auf.

Ich hoffe, dir mit diesem Beitrag einen ersten groben Überblick über die Welt der Altersvorsorgeprodukte gegeben zu haben.

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Das Luftballon Bild stammt von der Website https://pixabay.com.

Infografiken: Diese Infografik ist von www.einfach-rente.de

 

Mit den besten Grüßen und bleib up to date

dein-moneycoach.de

 

Autor – Josef Leu

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