Von Leasingverträgen profitieren? So geht’s mit Leasingfonds!

Von Leasingverträgen profitieren? So geht’s mit Leasingfonds!

Überall im Alltag werden Sachwerte vermietet oder geleast. Es fängt mit der Wohnung an, geht über das neue KFZ bis hin zum privaten Verleihen seines Staubsaugers an wildfremde Personen.

Doch es gibt auch Vermietungen im großen Stil. So zum Beispiel für ganze Schiffe oder Lokomotiven.

Genau an diesen Vermietungen kannst du ganz leicht teilhaben und zwar mit den Leasingfonds!

Wie immer der Hinweis, dieser Artikel ist keine Anlageberatung und soll lediglich deiner Weiterbildung dienen.

Viel Spaß beim Lesen und Leasen.

Was ist ein Leasingfonds?

Leasingfonds sind eine Variante der Investmentfonds. Sie zählen dabei zu den geschlossenen Fonds.

Diese geschlossenen Investmentfonds investieren in Leasingobjekte, wie zum Beispiel Schiffe, Flugzeuge oder anderweitige Sachwerte.

Du bist also als Anteilhaber eines solchen Fonds, an den Gewinnen aus Vermietung bzw. Leasing von Sachwerten beteiligt.

Wie funktionieren Leasingfonds?

Der Ablauf beginnt mit dem Auswählen oder finden eines bestimmten Leasingobjektes.
Dabei wird geschaut, wie ertragreich ein Investment sein kann und welche Vor- und Nachteile sich aus diesem Sachwert ergeben können.

Um diesen Sachwert, dass spätere Leasingobjekt, dann finanzieren zu können, gibt die Fondsgesellschaft Anteile aus, welche Anleger dann zeichnen können.

Zeichnen hast nicht anderes, als einen Anteil zu erwerben.

Wird die benötigte Summe aufgebracht, kann die Finanzierung geschlossen werden und der Leasinggegenstand erworben werden. Anschließend wird das Leasinggut vermietet.

Die Erträge bestehen demnach hauptsächlich aus den Einnahmen der Vermietung des Objektes.

Nach dem Ende der Laufzeit wird das Objekt dann noch verkauft und die Erträge werden zwischen den Anteilseignern aufgeteilt.

So können Renditen von 8-15% zu Stande kommen.

Beispiele für Leasingfonds sind Schiffsfonds, Containerfonds, geschlossene Immobilienfonds oder Lokomotivfonds

Über Container– und Schiffsfonds haben wir bereits einen Beitrag erstellt.

Finanzchart

Welche Vorteile bieten Leasingfonds?

Einer der Vorteile von Leasingfonds besteht zum Beispiel in der Transparenz der Investments.

Hier weißt du als Anleger schon vor dem Investieren, durch einen Verkaufsprospekt oder eine Platzierungsausschreibung, darüber bescheid welche Nutzungsdauer und Vertragslaufzeit festgelegt worden ist.

Zudem kennst du auch den Restwert, zu dem das Objekt am Ende der Laufzeit veräußert werden soll.

Außerdem wird die Höhe der Leasingraten meist vorab bestimmt. Dies erleichtert die Gewinnkalkulation und man kann genaue Aussagen über zukünftige Einnahmen treffen.

Ein weiterer Vorteil ist das Wachstum, welches sich in diesem Markt abbildet. Immer mehr Unternehmen greifen auf geleaste Sachwerte zurück, um so Kosten einfacher kalkulieren und hohe Anschaffungskosten so niedrig wie möglich zu halten.

Diese Vorgehensweise erlaubt es den Unternehmen, eine deutlich bessere Liquidität aufzuweisen und hat außerdem steuerliche Vorteile, welche sich in hohen Summen sehr schnell bemerkbar machen können.

Auch wenn man bei einer Anlage nie von Sicherheit sprechen kann, ist das Niveau der Sicherheit bei Leasingfonds doch vergleichsweise sehr hoch. Da die Einnahmen der Leasingobjekte teilweise Jahre im Voraus geplant sind, gibt es hier nur ein geringes Risiko des Mietausfalls.

Fassen wir die Vorteile noch einmal zusammen:

  • Transparenz der Investments
  • deutliches Wachstum von Leasingverträgen
  • steuerliche Vorteile
  • vergleichsweise geringes Risiko

Welche Risiken hast du mit Leasingfonds?

So wie alle geschlossenen Investmentfonds, haben auch Leasingfonds ihre Nachteile.
Einer der Nachteile resultiert aus dem Risiko des Totalverlustes.

Ebenfalls wichtig ist das Haftungsrisiko oder auch die Nachschusspflicht.

Die Nachschusspflicht kann dann entstehen, wenn der Aufleger des Fonds Insolvenz anmelden muss. Dann bist du als Anleger dazu verpflichtet, mit einem Nachschuss, die Verluste auszugleichen, da du in dem Moment ein MitGesellschafter bist.

Trotz deiner Position als Mit-Gesellschafter, hast du weitestgehend keinen Einfluss auf die Investitionen des Fonds.

Zudem musst du beachten, dass Leasingfonds keinen staatlichen Kontrollen unterliegen. Die Gesellschafter und Fondsbetreiber müssen außerdem keinerlei Qualifikationen nachweisen.

Die speziellen Nachteile der Leasingfonds

Leasingfonds weisen generell sehr lange Laufzeiten auf. Diese können sich von 8-12 Jahren auf bis zu 20 Jahre erstrecken. Nicht bei jedem geschlossenen Fonds ist dies der Fall, dort sind Laufzeiten meist auch kürzer angegeben.

Du hast also ein erhöhtes Risiko, da dein Kapital über längere Zeit gebunden ist und sich Anteile an dieser Position nur sehr schwer und kostspielig veräußern lassen.

Ein Problem, welches alle Leasingfonds betrifft, ist die geringe Streuung.

Man befindet sich hierbei immer in einer bestimmten Branche oder Sparte der Wirtschaft und kann darüber hinaus nicht in andere Sparten investieren.

Das führt dazu, dass negative Veränderungen innerhalb der Branche zu großen Einschnitten in die Rendite bis hin zu Verlusten führen kann.

Die Risiken und speziellen Nachteile in der Übersicht:

  • Risiko des Totalverlustes
  • Haftungsrisiko
  • Nachschusspflicht
  • wenig bis kein Einfluss auf Investments
  • Gesellschafter brauchen keine besondere Qualifikation
  • keine staatlichen Kontrollen
  • lange Kapitalbindung
  • hohes Branchenrisiko durch geringe Streuung der Investments

Fazit

Leasingfonds sind mit ihren hohen Renditen und vergleichsweise geringen Risiken eine sehr interessante Möglichkeit, um dein Depot um ein paar spezielle Werte zu erweitern.

Du solltest jedoch die Risiken dabei beachten! Da es zum Totalverlust in dieser Anlageklasse kommen kann, sind Investitionen teilweise hochspekulativ und du solltest mit Verlusten klarkommen können.

Falls du dich selbst als einen sehr Risikoresistenten Anleger siehst und mit einigen wenigen Prozent deines Portfolios eine neue Anlageklasse erschließen möchtest, dann stehen dir mit Leasingfonds die Türen offen.

Wenn du neu in der Welt des Investments bist, empfehle ich dir nicht zu Leasingfonds zu greifen. Auch wenn du eine geringe Risikoresistenz hast sind Leasingfonds höchstwahrscheinlich nichts für dich.

Schau dich stattdessen lieber in der Welt der Aktienfonds oder der ETFs um. Dort wirst du Produkte finden, welche besser diversifiziert und ähnlich ertragreich sind.

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Autor – Konstantin

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