Mit wenig Geld investieren – So geht’s!

Mit wenig Geld investieren – So geht’s!

Wenn du nicht gerade viel Geld auf der hohen Kante hast, aber dennoch investieren möchtest, bieten sich dir viele Möglichkeiten. Ich möchte dir in diesem Beitrag eine Möglichkeit vorstellen, wie du bereits mit 25€ im Monat dein Geld anlegen kannst! Einfach und automatisch mit einem Wertpapiersparplan! 

Dabei klären wir folgende Fragen:

Bevor wir in den Beitrag einsteigen, noch ein kurzer Risikohinweis

Dieser Beitrag dient lediglich deinem Wissensaufbau und ist keine Anlageberatung. Beachte ebenfalls, dass du beim Investieren an der Börse einen Totalverlust erleiden kannst. Selbst wenn dies unwahrscheinlich ist. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung ist die Redaktion in keinen der genannten ETFs direkt investiert. 

Da wir nun die ganzen Formalitäten geklärt haben, kann es mit dem Lesen losgehen. Viel Spaß!

Was ist ein Wertpapiersparplan?

Ein Wertpapiersparplan ist nichts anderes als ein Sparplan, bei dem du monatlich in ETFs, Aktien, Fonds oder andere Wertpapiere investierst. Hierfür brauchst du nur ein Depot bei einer Bank oder einem Online-Broker, der dir einen Sparplan anbietet.

Wenn du noch kein Depot haben solltest, kannst du HIER ein Depot bei der Comdirect Bank eröffnen. Unter DIESEM  Link haben wir dir außerdem anhand der Comdirect Bank erklärt, wie du ein Depot in wenigen Minuten eröffnen kannst. Wenn du die Depots auf dem Markt vergleichen möchtest, fin

Wie funktioniert der Sparplan?

Ein Wertpapiersparplan ist ganz simpel aufgebaut. Du gibst an, wie viel du jeden Monat investieren möchtest. Anschließend legst du fest, in welche Aktien, Fonds oder ETFs investiert wird und wann die Käufe ausgeführt werden sollen. So einfach kann es sein!

Da wir uns in diesem Beitrag eher um den Inhalt des Wertpapiersparplans kümmern wollen, haben wir dir noch eine kurze Anleitung zum erstellen eines Sparplans gebastelt. Dort erfährst du alles was du wissen musst und hast in 5 Minuten deinen eigenen Sparplan erstellt!

Warum solltest du einen Wertpapiersparplan verwenden?

Es sprechen viele Dinge dafür einen Wertpapiersparplan zu verwenden. Das wohl überzeugendste Argument sind die Kosten. Hier kannst du bereits mit 25 € in sehr viele verschiedene Aktien oder ETFs investieren und so dein Investment ausreichend streuen.

Wenn du die gleiche Streuung mit einzelnen Käufen von Aktien erreichen wollen würdest, müsstest du deutlich tiefer für die Order in die Tasche greifen, da du viel mehr Transaktionen hast.

Hier kannst du teilweise mit 2-6 € pro Kauf rechnen und das selbst bei den preiswertesten Brokern und Banken. Du müsstest das Geld also sehr lange liegen lassen, um überhaupt einen Ertrag erwirtschaften zu können. 

Bei einem Wertpapiersparplan hast du vergleichsweise geringe Kosten in Form eines Ausgabeaufschlags, die sich zwischen 1% und 2% der investierten Summe bewegen. Nach dem Erwerb fallen dann nur noch die jährlichen Verwaltungskosten in Höhe von 0,18% bis 0,4% an. 

#TIPP!

Viele Broker und Banken bieten manche Fonds und ETFs ohne einen Ausgabeaufschlag an. Du kannst dich vorab bei den Brokern informieren, ob sie dein gewolltes Wertpapier zum kostenlosen Besparen anbieten. So sparst du noch einmal Geld und dein Depotstand wird sich sicher auch darüber freuen! 

Die von mir empfohlenen ETFs können übrigens kostenlos bespart werden, wenn du ein Depot bei der Comdirect Bank besitzt. 

Ein weiterer Grund einen Wertpapiersparplan aufzusetzen besteht darin, dass alles automatisch abläuft und du dich um nichts kümmern musst. So sparst du nicht nur wertvolle Zeit, sondern dir wird auch die Entscheidung zu sparen abgenommen. Das klingt jetzt vielleicht erstmal nicht so prickelnd, aber lass mich dir kurz mal die Vorteile davon näher bringen. 

Wenn jeden Monat ein Teil deines Gehalts direkt investiert wird, wirst du nicht so schnell oder gar nicht in Versuchung kommen, dieses Geld auszugeben. Um an das Geld zu kommen stehen dir zwar nur sehr kleine Hürden im Weg, quasi ein paar Klicks am Computer, jedoch ist es eine wichtige Barriere, damit du es nicht für unnötige Dinge ausgibst. 

Im Notfall kannst du trotzdem jederzeit auf dein Kapital zugreifen, indem du die ETFs verkaufst. 
Dabei fallen dann natürlich noch Steuern an. 

#TIPP!

Nicht immer läuft alles nach Plan und es kommen auch mal unvorhergesehene Kosten auf einen zu. Damit du nicht von deinen Ersparnissen auf deinem Depot zehren musst, solltest du deine Finanzen ganz genau im Blick haben! 

In unseren Beitrag zur richtigen Finanzplanung haben wir dir deswegen die wichtigsten Tipps einmal aufgeschrieben, damit du diesem Szenario aktiv vorbeugen kannst! 

Was kommt in den Sparplan?

Natürlich muss noch etwas in den Wertpapiersparplan, ein Kernstück. Dafür werden wir einen ETF auf einen der wohl bekanntesten aller Indizes, den MSCI World Index verwenden. Dieser ist überaus gut diversifiziert, da du dir, wie der Name bereits vermuten lässt, die ganze Welt auf einmal in dein Depot holen kannst. Er besteht aus Aktien der 1600 größten Unternehmen der Welt und ist in Industrieländern wie auch Entwicklungsländern investiert. 

Falls du noch nie von einem ETF gehört hast oder dein Wissen etwas auffrischen möchtest, solltest du HIER vorbeischauen! In diesem Beitrag erklären wir noch einmal, was einen ETF ausmacht und was dessen Vor- und Nachteile sind. 

Wenn du dir einmal in der Graphik unten anschaust, in welchen Ländern der ETF investiert, wirst du feststellen, dass mehr als 60% der Unternehmen amerikanisch sind. Das liegt ganz einfach daran, dass momentan viele der Weltbesten Unternehmen aus den USA kommen. Natürlich hat die Politik von Donald Trump dazu sehr beigetragen. Aber darüber vielleicht in einem anderen Beitrag in der Zukunft mehr. 

Einen dieser beiden ETFs würde ich dir empfehlen:

Amundi Index MSCI World UCITS ETF – EUR (D)
ISIN: LU1737652237, WKN: A2H9QY

Amundi MSCI World UCITS ETF – EUR (C)
ISIN: LU1681043599, WKN: A2H59Q

Sie unterscheiden sich lediglich in ihren Kosten, der Art der Ausschüttung und dem gesamten Anlagevolumen. Das Anlagevolumen kann ein Indikator für die Sicherheit des ETFs sein.

Ein ETF mit einem Volumen von 1-99 Millionen Euro/Dollar gilt als nicht sehr wirtschaftlich und somit auch als eher weniger sicher. Wenn ein ETF ein Volumen von 100-499 Millionen Euro aufweist gilt er als relativ sicher. ETFs mit einem Kapital von mehr als 500 Millionen sind generell sehr sicher.

Zudem ist der Amundi Index mit der WKN A2H9QY ein auschüttender ETF, das heißt es wird dir jährlich eine Dividende gezahlt. Der Amundi MSCI (WKN: A2H59Q) hingegen ist thesaurierend. Thesaurierend bedeutet, dass er alle Ausschüttungen von den investierten Unternehmen einbehält und sie direkt reinvestiert

Je nachdem wie du dein Portfolio gestalten möchtest, kannst du hier deine Entscheidung treffen. Prinzipiell würde ich dir den ausschüttenden ETF (WKN: A2H59Q) aus steuerlichen Gründen empfehlen, wenn du gerade erst anfängst zu investieren. 

Hier siehst du noch einmal, in welche Länder ein ETF auf den MSCI World Index investiert:

MSCI World Zusammensetzung

Abbildung: Ein Auszug aus der PDF zum Amundi MSCI World ETF

Warum ETFs im Sparplan?

Jetzt stellst du dir vielleicht die Frage, warum muss da unbedingt ein ETF in den Sparplan?
Ganz einfach. Du kannst jede Art von Vermögenswerten abbilden. Dadurch hast du die Möglichkeit mit einem ETF Aktien, Immobilien, Rohstoffe, Anleihen und noch vieles mehr zu kaufen. Außerdem musst du dabei nie mehr als 25 € ausgeben, was einem schmalen Portmoneé sehr entgegen kommt. 

Diese Möglichkeiten bieten dir dagegen nur Fonds. Sie sind aber in den meisten Fällen sehr teuer und kosten immer mehr als ein einfacher ETF. Außerdem ändert sich die Strategie bei einem ETF nie, was bei einem Fonds mit einem Wechsel des Managements schon mal vorkommen kann. 

So weißt du immer, was genau sich in deinem Depot befindet und kannst es jederzeit anpassen. Je nachdem wie du den Markt einschätzt. Die Diversifikation, also die Risikostreuung, deines Portfolios liegt dann ebenfalls in deiner Hand. 

Die Streuung deines Risikos ist sehr wichtig, denn wenn man der Börsenweisheit Glauben schenken mag, ist es nicht sehr weise, alle Eier in einen Korb zu legen. Das schaffst du leider mit 25 € nur mit ETFs oder Fonds. 

Welche Alternativen gibt es zum ETF?

Wie zuvor erwähnt, gibt es viele Möglichkeiten mit wenig Geld bereits zu investieren. Als die beste Lösung neben den ETFs werden meist Fonds genannt. Sie werden anders als ETFs aktiv gemanagt und können so auf Änderungen der Marktverhältnisse reagieren. Wenn du mehr über Fonds erfahren möchtest, haben wir HIER einen detaillierten Beitrag für dich. 

Zudem besitzen Fonds meist eine Streuung über mehrere Sachwerte. Die sogenannten Assets. Diese Sachwerte können Anleihen, Immobilien, Rohstoffe und vieles mehr sein. Fonds, welche auf bestimmte Assets ausgelegt sind, sind auch nach diesen benannt. So haben Aktienfonds eine bestimmten Mindestanteil Aktien aufweisen. Wenn du mehr über die verschiedenen Fondsarten erfahren möchtest, kannst du HIER jede Menge finden. 

Vielleicht fragst du dich, warum wir nun ETFs verwenden und nicht einen aktiv gemanagten Fonds, der dir fast alle Entscheidungen abnimmt. Diese Frage ist ebenfalls einfach zu beantworten: Es sind die Kosten! 

Fonds haben meist einen hohen Ausgabeaufschlag sowie hohe Verwaltungskosten. Ausgabeaufschläge liegen ca. zwischen 1% – 5 % und die Verwaltungskosten ebenfalls bei 1% bis 2,5% per anno. Das scheint erstmal nicht viel, aber wir können dazu mal eine kleine Rechnung machen. 

Beispielrechnung für einen aktiv gemanagten Fonds

Angenommen du investierst 100 € in einen Fonds mit einem Ausgabeaufschlag von 3% und einer Verwaltungsgebühr von 2 %. Dann hast du in dem Moment des Kaufes nur noch 97 € und am Ende des Jahres werden dir noch einmal 2 % von dieser Summe abgezogen

Wenn der Fonds in diesem Jahr eine Rendite von 7% erwirtschaftet, was ungefähr dem Marktdurchschnitt entspricht, sieht die Rechnung wie folgt aus.

(100€ - 3%) + (7% - 2%) = 101,85 € 

Wir haben in dem Beispiel die jährlichen Kosten von der jährlichen Rendite subtrahiert. So haben wir die Nettorendite erhalten. Diese multiplizieren wir dann noch mit dem, was nach dem Ausgabeaufschlag übrig geblieben ist und schon haben wir dein Kapital nach einem Jahr des Investierens. 

Wie du siehst sind aus 100 € gerade einmal 101,85 € geworden. Das ist eine magere Rendite von 1,85% im ersten Jahr. Klingt nicht sehr attraktiv oder? Zwar fällt der Ausgabeaufschlag aus der Rechnung weg, jedoch bleiben die hohen Kosten für die Verwaltung bestehen. 

Beispielrechnung für einen ETF

Machen wir doch mal ein Rechenbeispiel für einen ETF. Hierbei gehen wir von 1,5 % Ausgabeaufschlag und von 0,4 % Verwaltungskosten aus. Ebenfalls mit 100 € investiertem Kapital. Damit sieht die Rechnung so aus:

(100€-1,5%) + (7%-0,4%) = 105 € 

Du hast also bereits nach dem ersten Jahr 3,15 € mehr als mit einem Fonds. Dieser Vorsprung wird sich in Zukunft auch nur noch durch die hohen Kosten des Fonds vergrößern. Hier stellt sich der ETF klar als Sieger heraus.

Jedoch müssen wir noch eine Sache berücksichtigen. Ein Fonds kann deutlich besser als der Markt performen! Manche Fonds schaffen so teilweise 12-15% pro Jahr. Du solltest aber auch wissen, dass weniger als 5% der Fonds überhaupt erst den Markt outperformen und diese zu finden ist gar nicht mal so leicht. 

Das liegt nicht daran, dass die meisten Fondsmanager ihr Handwerk nicht drauf haben, sondern viel eher an der Tatsache, dass sie vielen Auflagen unterliegen und astronomische Summen auf dem Markt bewegen müssen. 

Demnach gestalten sich An- und Verkäufe sehr schwer, da die Liquidität des Marktes diesen Handel gar nicht tragen kann. Zu gut Deutsch übersetzt heißt das, es finden sich schlichtweg nicht genügend Käufer oder Verkäufer für einen bestimmten Sachwert, den der Fondsmanager handeln möchte. 

Ob du dennoch einen Fonds für deinen Wertpapiersparplan nutzen möchtest ist natürlich vollkommen dir überlassen. Du solltest dann auch etwas Ahnung und Kenntnisse über die Fonds und Fondsmanager mitbringen um erfolgreich zu sein.

In zukünftigen Beiträgen werden wir darauf eingehen, wie du einen geeigneten Fonds für dich findest.  

Was solltest du aus diesem Beitrag unbedingt mitnehmen?

Du solltest dir unbedingt diese 3 wichtigen Dinge aus diesem Beitrag mitnehmen:

  • Du kannst eine durchschnittliche jährliche Rendite von 5-8% erwarten
  • Ein ETF lohnt sich im Sparplan am meisten bei diesen geringen Beträgen
  • Alternativ kannst du Fonds für deinen Sparplan benutzen

Ich habe auch noch einen kleinen Tipp am Rande, den ich dir für dein Durchhaltvermögen und zukünftigen Erfolge mitgeben möchte. Erweitere deinen Zeithorizont!

Denke beim Investieren nicht an die nächsten 3-4 Jahre, sondern an die nächsten 20-30 Jahre. Das wird es dir deutlich leichter machen, etwaige Crashs oder Korrekturen auszusitzen. Schau vor allem nicht so oft auf deinen Depotstand, sondern lehne dich entspannt zurück und lass dein Geld für dich arbeiten.

Ich hoffe sehr ich konnte dir mit diesem Beitrag weiterhelfen. Wenn du noch Anmerkungen hast, kannst du gerne einen Kommentar da lassen oder uns direkt per Mail kontaktieren. Wir freuen uns über jedes Feedback. 

Viel Erfolg und vor allem Spaß beim Investieren wünscht dir das Dein-Moneycoach Team

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Mit den besten Grüßen und bleib up to date!

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Autor – Konstantin

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