Privatinsolvenz anmelden – Das solltest du wissen!

Privatinsolvenz anmelden – Das solltest du wissen!

Der Artikel im Überblick

Wenn du tief in den Schulden steckst und aus eigener Kraft nicht mehr auf einen grünen Zweig kommst, dann bleibt dir meist nur noch eine Option: Privatinsolvenz anmelden.

Doch wie genau geht das, welche Voraussetzungen musst du erfüllen und was solltest du vorher wissen?

Das und mehr beantworten wir dir in diesem Beitrag!

Kann ich Privatinsolvenz anmelden?

Bevor du erfährst wie du Privatinsolvenz anmelden kannst, solltest du erst bestätigen, dass du als Privatperson giltst.

Das heißt du bist Arbeitnehmer, Beamter, Arbeitslos, Rentner, Hausfrau oder Kleinunternehmer.

Wenn du diese Voraussetzungen erfüllst, kannst du Insolvenz anmelden, da rechtlich gesehen seit 2001 jede Privatperson in Deutschland Privatinsolvenz anmelden kann.

Ein Einkommen ist zudem keine Voraussetzung, um ein Insolvenzverfahren einzuleiten.

Antrag auch unabhängig von deiner Staatsangehörigkeit

Auch als ausländischer Staatsbürger steht dir hier in Deutschland das Insolvenzrecht zu.
Selbstverständlich kannst du ebenfalls Privatinsolvenz als ausländischer Staatbürger mit Wohnort in Deutschland beantragen.

Sonderregelung für Kleinunternehmer und ehemals Selbstständige

Wie zuvor erwähnt kannst du als Kleinunternehmer ebenfalls Privatinsolvenz anmelden. Das ist allerdings an die Bedingung geknüpft, dass du weniger als 23.500 € im Jahr verdienst.

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Als ehemals Selbstständiger kannst du dann Insolvenz anmelden, wenn du weniger als 19 Gläubiger hast und keine Schulden aus Arbeitsverhältnissen hast.

Das heißt du schuldest keinen ehemaligen Mitarbeitern oder Partnern Geld.

Erfüllst du diese Voraussetzungen, giltst du weiterhin als natürliche Privatperson und darfst somit Privatinsolvenz anmelden.

Voraussetzungen für eine Privatinsolvenz

Wenn du Insolvenz anmelden willst, musst du zuvor deine Gläubiger kontaktieren und ihnen deinen Schuldenbereinigungsplan vorlegen.

Dieser Plan umfasst ALLE Gläubiger. Dabei musst du vorrechnen, welche Schulden du bis wann abgezahlt haben willst und wie viel du im Monat dafür bereitstellen kannst.

Dafür musst du angeben, wie viel du gewillt bist jeden Monat einzusparen und ebenfalls wie viel deine Gläubiger in Endeffekt von ihrem Geld wiedersehen.

Erst wenn einer der Gläubiger deinem Schuldenbereinigungsplan nicht zustimmt, kannst du Insolvenz anmelden.

Anschließend musst du dir eine Bestätigung von einem Anwalt oder einer Schuldnerberatung ausstellen lassen, welcher bestätigt, dass der außergerichtliche Vergleich gescheitert ist.

Insolvenzantrag stellen

Privatinsolvenz

Nachdem deine außergerichtlichen Bemühungen nicht gefruchtet haben und du dies anwaltlich bestätigen lassen hast, kannst du einen Insolvenzantrag stellen.

Hier muss du viele Angaben machen, unter anderem über dein aktuellen Einkommen und Vermögenswerte, welche dir zur Verfügung stehen. Dadurch soll festgestellt werden, ob du tatsächlich zahlungsunfähig bist.

Das kannst du mit Kontoauszügen, Einkommensnachweisen und auch mit Rechnungen bestätigen.

Es ist dabei sehr wichtig, dass du alle Angaben richtig ausfüllst und anschließend den Antrag bei deinem zuständigen Amtsgericht einreichst.

Falls du es dir nicht zutraust dieses Formular auszufüllen, kannst du eine karikative Einrichtung oder eine Schuldner- oder Insolvenzberatung aufsuchen.

ACHTUNG!

Bitte beachte unbedingt, dass der Begriff Schuldnerberatung nicht rechtlich geschützt ist und dadurch jeder eine Schuldnerberatung gründen kann, da keine Abschlüsse notwendig sind.

Achte also darauf, dass man entweder eine Ausbildung vorweisen kann oder wende dich direkt an eine Insolvenzberatung. Diese ist rechtlich geschützt und MUSS von speziell dafür ausgebildetem Personal geführt werden.

Nach dem Insolvenzantrag

Wenn du alle Formulare eingereicht hast, dauert es noch 2-4 Wochen, bis das Verfahren aufgenommen wird. Die Insolvenz kann sich anschließend bis zu 12 Monate lang hinziehen.

In dieser Zeit werden noch keine Schulden getilgt, sondern lediglich die Höhe der Zahlungen und die vorhandenen Vermögenswerte dokumentiert.

Anschließend beginnt die Wohlverhaltensperiode, welche 3 bis 6 Jahre dauern kann.

Der Insolvenzantrag sollte der letzte Ausweg sein

Du hast zwar nun erfahren, wie du Insolvenz anmelden kannst, du solltest dazu aber nur im absoluten Notfall greifen.

Oftmals kann man schon durch eine Umstrukturierung seiner Ausgaben und einem Haushaltsplan das Verfahren abwenden. Wenn du also ohne eine Privatinsolvenz aus den Schulden kommen willst, lege ich dir DIESEN Beitrag ans Herz.

Und um gar nicht erst wieder in eine solche Situation kommen zu können, solltest du außerdem alle Schuldenfallen des Alltags kennenlernen. HIER findest du die wichtigsten.

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Autor- Konstantin

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