Steuererklärung – Diese Tipps solltest du unbedingt kennen!

Steuererklärung – Diese Tipps solltest du unbedingt kennen!

Wer angestellt ist, der zahlt automatisch Steuern. Der Staat holt sich diese direkt vom Arbeitgeber. Das was der Arbeitnehmer auf dem Konto sieht, ist das Gehalt, das schon von den Steuern „befreit“ wurde. Die Steuererklärung hilft bei diesem Problem!

 

Der durchschnittliche Arbeitnehmer darf Mitte Juli den Steuerzahlergedenktag „feiern“, denn bis zu diesem Tag, hat er ausschließlich für den Fiskus und die Steuerabgaben gearbeitet. Ab diesem Tag geht es um den eigenen Verdienst.  Eine zwar etwas veralteten, trotzdem sehr anschaulichen Artikel findest du hier von der Welt.

TIPP

Wenn du nicht das halbe Jahr für den Staat arbeiten möchtest, dann fertige unbedingt eine Steuererklärung an!

Bei einer Steuererklärung kannst du Kosten anrechnen, die du über das Jahr für z.B. die Arbeit, die Gesundheit, Pflege etc. hattest. Diese Ausgaben wirken dann steuermindernd, sodass du bei Überschreitung der Werbungskostenpauschale eine Erstattung erwarten kannst.

Online oder per Bogen?

Es geht die Steuererklärung auf die alte Weise per Papierbogen, aber es geht auch einfach! Leichter als mit einer Steuersoftware geht’s wirklich nicht.
Nicht nur, dass manche Anbieter einen Interviewmodus haben. Alle Schreiben sind vorgefertigt. Du musst lediglich deine Daten für die Steuererklärung eintragen. Wenn du mal nicht weiterweißt, hilft dir die Software mit ausführlichen Berichten, Videos und Gerichtsurteilen. Hier findest du einen Test verschiedener Softwareanbieter.

Werbungskosten

In der Werbungskostenpauschale geht es um berufliche Kosten, die jedem Deutschen belegfrei von der Steuerlast angezogen werden. Die Pauschale liegt bei 1000€

Sobald du mehr Ausgaben hattest, als die Pauschale erlaubt, kannst du mit einer Rückzahlung rechnen.

TIPP

Alle steuerlich absetzbaren Ausgaben, die die Werbungskostenpauschale überschreiten, sorgen für eine Rückzahlung.

Belege für die Steuererklärung

Das Finanzamt fordert keine Belege mehr, kann diese jedoch bei Fragwürdigkeit der Ausgaben einfordern. Zudem müssen alle Belege 5 Jahre vom Steuerzahler aufbewahrt werden.

Kosten, die du kennen solltest!

Fahrtkosten

Das Finanzamt ermöglicht dir in deiner Steuererklärung, deine Fahrtkosten zur Arbeit steuerlich geltend zu machen.

Jeder darf 30 Cent pro Kilometer für die einfache Strecke des Arbeitsweges anrechnen. Mit der einfachen Strecke ist NUR der Hin- oder Rückweg gemeint. Bei einer 5-Tage-Arbeitswoche erkennt der Fiskus 220 bis 230 Fahrten an, bei einer 6-Tage-Woche 260 bis 280 Fahrten. Urlaubs und Krankheitstage sind jedoch rauszurechnen.

Bereits ab 15 km Fahrtweg, betragen die Kosten 1035€ und liegen damit über der Werbungskostenpauschale!

TIPP

Durch die Pendlerpauschale kannst du 30 Cent für den einfachen Kilometer durch eine Steuererklärung steuerlich geltend machen.

Viele Wege führen nach Rom

Der BFH (Az. VI R 19/11; VI R 46/10) entschied: Wer mit dem Pkw beruflich pendelt, muss nicht die kürzeste Verbindung ansetzen, sondern darf die schnellere, wenn auch längere Strecke wählen, sofern diese „offensichtlich verkehrsgünstiger“ ist. Wichtig: Auf eine Zeitersparnis kommt es allerdings nicht mehr unbedingt an.

Zu Fuß unterwegs?
Egal! Die Pendlerpauschale gilt für alle! Auch wenn du zu Fuß zur Arbeit gehst, kannst du die 30 Cent pro einfachen Kilometer steuerlich geltend machen.

ACHTUNG

Die Höchstgrenze liegt bei 4500€. Nur wer mit dem eigenen PKW fährt, darf die Kosten unbegrenzt geltend machen.

Wer die Öffentlichen Verkehrsmittel nutzt, kann die Kosten dafür ebenfalls in voller Höhe ansetzen. Hier gilt: Belege sammeln!

Einige Tricks für die Steuererklärung am Rande:

  1. Taxi
    1. Auto kaputt? Dann kann auch die Taxifahrt zur Arbeit angegeben werden.
  2. Falsch getankt
    1. Reparaturkosten, die durchs Falsch tanken für den Arbeitsweg entstehen, können laut dem FG Hannover(Az. 9 K 218/12) geht’s. Der Bundesgerichtshof entscheidet noch.
  3. Flug, Fähre oder Sammeltransport
    1. Bei diesen Transportmitteln gilt nicht die Entfernungspauschale, sondern die direkten Aufwendungen. Auch hier gelten die 4500€

Arbeitsmittel

Wenn du für die Arbeit privat angeschaffte Arbeitsmittel verwendest, kannst du einen Großteil steuerlich geltend machen.
Was zählt dazu:

  1. Büromaterial
    1. Stifte, Papier, Aktenordner, Textmarker, Folien, Klammern
  2. Büromöbel
    1. Schreibtisch, Schreibtischlampe, Regal, Bücherschrank, Bürostuhl, Teppich, Bilder, Sideboard
      All diese Sachen kannst du steuerlich geltend machen, wenn du ein Arbeitszimmer benötigst.
  3. Arbeitsmittel
    1. Fax, Zeichengeräte, Telefon, Computer, Taschenrechner, berufstypische Kleidung
  4. Computerzubehör
    1. Monitor, Drucker, Scanner, Kabel, Computertisch
  5. Literatur
    1. Fachbücher, Fachzeitschriften, Software (auch die Steuersoftware)
MERKE

Betragen die Kosten für einen Gegenstand mehr als 410€, so muss dieser je nach Gegenstand über eine bestimmte Zeit abgeschrieben werden. Abschreiben heißt, dass der Wert und die Ansetzbarkeit über mehrere Jahre verteilt wird. So muss ein Laptop z.B. über 3 Jahre abgeschrieben werden, wenn er mehr als 410€ gekostet hat.

Beruflich bedingte Reisen

Bist du durch deine Job auf Geschäftsreisen unterwegs, so kannst du die Hotelkosten (falls nicht vom Arbeitgeber übernommen), die Wegekosten und eine Verpflegungspauschale ansetzen, wenn dein Arbeitgeber dies nicht für dich übernimmt.

24 € für jeden Kalendertag den du 24h von deiner Wohnung und ersten Tätigkeitsstätte entfernt bist.

Jeweils 12 € für An- und Abreisetag, wenn du an diesem, einem anschließenden oder vorherigen Tag außerhalb deiner Wohnung übernachtest.

12€ für jeden Kalendertag, an dem du ohne Übernachtung außerhalb deiner Wohnung mehr als 8 Stunden von deiner Wohnung und ersten Tätigkeitsstätte abwesend bist.

Was du wissen solltest nochmal zusammengefasst

  1. Wer Steuern zahlt, kann sich durch Ausgaben Geld vom Finanzamt zurückholen
  2. Belege müssen nicht mehr mit eingereicht werden. Nur auf Nachfrage des Finanzamts sind diese vorzulegen.
  3. Du kannst deinen einfachen Fahrtweg mit 30 Cent pro Kilometer steuerlich geltend machen
  4. Nutzt du für die Arbeit privat gekaufte Arbeitsmittel, so kannst du diese steuerlich geltend machen
  5. Wenn du beruflich bedingt reist, werden nicht nur die Unterbringungs- und Fahrtkosten übernommen, auch eine verpflegungspauschale steht dir zu.

Es gibt noch weitere Kosten, die du steuerlich geltend machen kannst.

  • 1. Pauschalbeträge
  • 2. Sonderausgaben
  • 3. Kosten für die erste Berufsausbildung

Zu diesen Themen findest du gesonderte Artikel, in denen die wichtigsten Kosten zusammengefasst sind.

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Autor-Josef Leu

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