Was ist ein Geldmarktfonds? Die wichtigsten Fakten im Überblick!

Was ist ein Geldmarktfonds? Die wichtigsten Fakten im Überblick!

In der Welt der Investmentfonds gibt es viele verschiedene Formen.

Es gibt Rohstofffonds, Immobilienfonds, Aktienfonds, Mischfonds und viele mehr.

In diesem Beitrag soll es uns um die Geldmarktfonds gehen und darum, wie du sie für dich einsetzen kannst.

Hier noch einmal ein kurzer Hinweis.
Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung und dient lediglich dem Aufbau deines Wissens.

Wir wünschen dir viel Spaß beim Lesen und Lernen.

Was ist ein Geldmarktfonds?

Geldmarktfonds sind Sondervermögen, welche bis zu 100% ihres Kapitals in Bankguthaben, kurzfristige Terminanlagen oder Tagesgeld anlegen.
Sie investieren ebenfalls in andere, kurzfristige, verzinsliche Wertpapiere.

Dessen Laufzeiten betragen meist nicht mehr als 12 Monate.

Wie funktioniert ein Geldmarktfonds?

Fondsmanager haben die Möglichkeit in verschiedene kurzfristige Wertpapiere zu investieren.

Es werden kurzfristige Wertpapiere ausgewählt, um die Risiken für die Anleger zu senken.
Da die Wertpapiere nicht festverzinslich sind, sondern abhängig von den Schwankungen der Zinswerte sind, kann man das Risiko durch diese kurzen Laufzeiten eingrenzen.

Der Anspruch des Fondsmanagers ist es dabei in solide und Bonitätsstarke Wertpapiere zu investieren, um das hohe Maß an Sicherheit zu gewähren, welches ein Geldmarktfonds besitzen sollte.

Geldmarktfonds haben ebenfalls die Möglichkeit in Bankguthaben zu investieren. Da sie mit sehr hohen Kapitalbeträgen arbeiten, bekommen sie deutlich bessere Zinsen, als zum Beispiel eine Privatperson.

Aus all diesen Zinserträgen setzt sich dann die Rendite zusammen.
Sie ist zudem stark abhängig von dem durchschnittlichen Zinsniveau, welches im europäischen Raum von der Europäischen Zentralbank dirigiert wird.

Du kannst bei Geldmarktfonds mit einer jährlichen Rendite von 0,5-1,5% rechnen.

Fassen wir noch einmal zusammen:

  • Geldmarktfonds investieren in Bankguthaben, Tagesgeld und verzinsliche Wertpapiere.
  • Die Laufzeiten der erworbenen Wertpapiere sind meistens unter 12 Monaten.
  • Es werden bonitätsstarke, solide Wertpapiere ausgewählt.
  • Die Zinserträge des Geldmarktfonds werden vom durchschnittlichen Zinsniveau bestimmt.
  • Du kannst Renditen von 0,5-1,5 % im Durchschnitt erwarten.

Was sind Vor- und Nachteile eines Geldmarktfonds?

Ein Vorteil der Geldmarktfonds ist die schnelle Verfügbarkeit des Kapitals.
Du kannst zu jeder Zeit deine Anteile liquidieren und somit dein Kapital auch kurzfristig in einem solchen Fonds parken.

Zudem ist das Kapital auch in Zeiten einer Börsenbaisse, also einem langanhaltenden Abwärtstrend des Marktes, sehr sicher und mit einem stetigen Wachstum durchsetzt.

Eine Besonderheit der Geldmarktfonds ist, dass sie fast nie einen Ausgabeaufschlag verlangen und nur sehr geringe Verwaltungskosten anfallen.
Diese sind hier bei 0,15-0,45%.

Selbstverständlich haben auch Geldmarktfonds ihre Nachteile.

Ein Nachteil ist die sehr geringe Rendite. Jedoch solltest du dir im Klaren darüber sein, dass der Sinn und Zweck eines Geldmarktfonds es nicht ist, eine hohe Rendite zu erzielen.

Somit kommen wir gleich zum nächsten Nachteil.

Manche Geldmarktfonds versuchen eine überdurchschnittliche Rendite durch das Kaufen von Firmenanleihen oder von Absicherungen auf Hypothekenkredite zu erzielen.

Dies führt dazu, dass die Geldmarktfonds zweckentfremdet werden, damit Renditen von 2% und mehr erzielt werden können.

Der letzte und auch größte Nachteil, besteht darin, dass sich diese Art des Fonds nicht über der Inflation verzinst. Liegt dein Geld also in einem solchen Fonds, zu schwindet dein tatsächliches Vermögen dahin.

Was genau Inflation mit deinem Kapital macht, haben wir in DIESEM Artikel abgehandelt.

Alle Vor- und Nachteile im Überblick:

Vorteile:

  • sehr gute Verfügbarkeit, über dein Kapital
  • geringe Kursschwankungen
  • stabile Kurse während eine Börsenbaisse
  • geringe Verwaltungskosten

Nachteile:

  • geringe Renditen
  • zweckentfremdete Geldmarktfonds mit Firmen- oder Hypothekenanleihen
  • Verzinsung unterhalb der Inflationsrate

Wann solltest du also in einen Geldmarktfonds investieren?

Da wir nun schon festgestellt haben, dass sich Geldmarktfonds nur sehr geringfügig verzinsen, jedoch sehr wertstabil und während einer Börsenbaisse solide sind, empfiehlt es sich auf diese dann zurückzugreifen, wenn man sein Geld kurz- oder mittelfristig parken möchte.

In einer Niedrigzinsphase, wie wir sie jetzt erleben, haben Geldmarktfonds nur eine sehr schlechte Verzinsung. Daher lohnt es sich also nicht eine sehr große Summe seine Portfolios in diese Geldmarktfonds zu stecken.

Du solltest also nur dann in Geldmarktfonds investieren, wenn du keine andere Möglichkeit hast, um dein Geld kurzfristig und sicher zu anzulegen.

Falls du keine geringfügigen Schwankungen von diesem Kapital verkraften kannst, solltest du dein Geld lieber auf ein Tagesgeldkonto legen.

Wenn du jedoch dein Geld sicher zur Seite schaffen willst und kleinere Wertschwankungen kein Problem für dich sind, ist der Geldmarktfonds dafür bestens geeignet.

Was solltest du bei der Auswahl eines Geldmarktfonds beachten?

Bei der Auswahl von Geldmarktfonds solltest du einige Dinge beachten.

Das wichtigste ist, dass du für dich festlegst, warum du in einen Geldmarktfonds investiert sein möchtest. Falls du eine hohe Rendite erwartest, solltest du dich von Geldmarktfonds fernhalten.

Besonders dann, wenn du einen Geldmarktfonds findest, welcher eine Rendite von mehr als 3% erzielt, während wir immer noch in einer Phase der Niedrigzinsen sind.

Bei diesen Fonds ist dann dein Risiko deutlich erhöht und sie können durch einen Einbruch des Marktes stark beeinflusst werden.
So wie zuvor im Jahre 2007/2008 im Zuge der Hypothekenkrise.

Achte also auf die Rendite und die Zusammensetzung des Geldmarktfonds, in den du gerne investieren möchtest.

Fazit

Geldmarktfonds eignen sich bestens um kurzfristig dein Geld zu schützen, da sie eine geringe Schwankung und überschaubare Risiken mit sich bringen.

Sie verzinsen sich im Schnitt besser als ein Tagesgeldkonto, aber immer noch unter Inflationsrate.

Du kannst also einen Teil deines Kapitals in einen solchen Fonds parken, wenn eine größere Investition bevorsteht.

Wenn du in deinem Portfolio Renditen von 6 oder mehr Prozent anstrebst, solltest du den Anteil an Geldmarktfonds oder Barmitteln so gering wie möglich halten.

5-10% sind hier ein guter Wert zur Orientierung.

Ich hoffe dir hat dieser Artikel weitergeholfen und so viele deiner Fragen wie möglich beantwortet.

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Autor – Konstantin

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