Was sind geschlossene Fonds und wie funktionieren sie?

Was sind geschlossene Fonds und wie funktionieren sie?

Wahrscheinlich hast du schon öfter von ihnen gehört. Die geschlossenen Fonds. Aber warum sind sie geschlossen und was genau bedeutet das?

Das und mehr klären wir jetzt in diesem Beitrag.

Wie immer der Hinweis, dass dieser Beitrag keine Anlageberatung ist, sondern nur deiner Weiterbildung dienen soll.

Viel Spaß beim Lesen und Lernen.

Was sind geschlossene Fonds?

Ein geschlossener Fonds oder auch alternativer Investmentfonds genannt, ist eine nichtbörsenabhängige, unternehmerische Beteiligung.

Sie bieten dir die Möglichkeit in Projekte zu investieren und an dessen Gewinnen teilzuhaben.

Beteiligungen können sehr vielfältig sein und reichen von klassischen Sachwerten wie Immobilien, Schiffen, Flugzeugen oder Containern bis hin zu Eigenkapitalbeteiligungen, welche dann Private-Equity Fonds heißen.

Flugzeug

Ebenfalls werden Projekte im Bereich der regenerativen Energie aus solchen geschlossenen Fonds finanziert.

Wenn du als privater Anleger an einem geschlossenen Fonds teilhaben willst, investierst du in eine Beteiligungsgesellschaft, indem du Anteile dieser Gesellschaft zeichnest.
Diese Gesellschaften werden in der Regel als Kommanditgesellschaften gegründet.

Wenn du nun einen Anteil der Gesellschaft zeichnest, wirst du ein Mitgesellschafter oder auch Kommanditist.

Zweck der geschlossenen Fonds ist es Kapital einzusammeln um größere Projekte finanzieren zu können. Die Anzahl der Anteile, welche von dir erworben werden können, werden zuvor festgelegt und mit einer Mindesteinlagengröße gesetzt.

Diese kann je nach Beteiligung zwischen 5.000 € und 25.000 € liegen

Wie funktionieren geschlossene Fonds?

Geschlossene Fonds werden prinzipiell von Kapitalverwaltungsgesellschaften, kurz KVG, angeboten. Die Kapitalverwaltungsgesellschaft übernimmt die Verwaltung des Kapitals du entscheidet darüber, wie das eingesammelte Geld der Anleger investiert werden soll.

Dementsprechend ist die KVG auch für das Risikomanagement verantwortlich, da sie zukünftige Risiken genau einschätzen, bevor Investitionen getätigt werden.

Falls du einen Anteil erwirbst gibt es noch eine Art Gebühr. Diese heißt Agio und beträgt im Durchschnitt 5%.

Diese Gebühr wird dann verlangt, wenn du einen Anteil zeichnest und wird auf den Preis deines Anteils aufgesetzt. Bei einer Beteiligung von 10.000 macht sind noch einmal 500€ oben drauf.

Bevor ein Projekt finanziert werden kann, muss das vorher festgelegte Kapital eingesammelt werden.

 Ist dieser Wert erreicht, wird der Fonds geschlossen. Von diesem Zeitpunkt an, können keine weiteren Investitionen, sowie Verkäufe getätigt werden.

Da die Projekte meist sehr kostspielig sind, wird noch zusätzliches Fremdkapital aufgenommen.

Die Gesamte Finanzierung besteht also aus dem Eigenkapital, welches durch die Investoren gebildet wird und durch das Fremdkapital, dass von Banken in Form von Krediten kommt.

Nun kann das Projekt begonnen werden und läuft so lange, wie zuvor von der Kommanditgesellschaft festgeschrieben.
Die Laufzeit wird dir als Anleger durch den Verkaufsprospekt mitgeteilt. Dort kannst du auch die erwartete Rendite und das Investitionsobjekt einsehen.

#Merke dir!

Die wichtigsten Infos zu der Anlage findest du immer in den Verkaufsprospekten

Laufzeiten können dabei von gerade einmal 3 Jahren, bis hin zu 30 Jahren gehen.

Falls du dein Kapital gerne vor dem Ende der Laufzeit liquidieren möchtest, musst du dies auf einem Zweitmarkt tun, was dir einen deutlichen Verlust einbringt.

Deine Gewinne werden dir entweder in Form von Dividenden ausgezahlt oder du wirst am Ende an dem Verkauf des Objektes beteiligt.

Welche Vorteile bieten geschlossene Fonds?

Auch wenn das mit den geschlossenen Fonds verbundene Risiko etwas höher sein kann, können sie dennoch mit einigen Vorteilen strahlen.

Einer dieser Vorteile sind die teilweise sehr hohen Renditen. Sie bewegen sich zwischen 6 und 15% je nach Art des Fonds.

Ein weiterer Vorteil sind die Ausschüttungen an dich als Anleger. Hierbei wird, je nach Vereinbarung, monatlich bis jährlich eine Umsatzbeteiligung an dich ausgeschüttet.

Dabei kann es schon sehr interessant für dich sein, da du so dein monatliches oder jährliches Einkommen steigerst.

 Geschlossene Fonds können außerdem mit ihrer Transparenz überzeugen. Wenn es sich um einen soliden Fonds handelt, dann ist immer ersichtlich in welche Sachwerte dein Kapital investiert wird.

Natürlich gibt es in manchen Fällen der geschlossenen Fonds auch steuerliche Vorteile.
Darüber kannst du dich im Voraus informieren. Oftmals werden dir steuerliche Vorteile auch als Werbung für diese Fonds begegnen.

Welche Risiken und Nachteile haben geschlossene Fonds?

Wir haben bereits die zahlreichen Vorteile von den geschlossenen Fonds besprochen und auf dem ersten Blick scheint es ja gar keine Nachteile zu geben. Dennoch verbergen sich in dieser Anlage sehr viele Risiken, die es zu kennen und erkennen gilt.

Da es eine sehr große Palette von geschlossenen Fonds gibt, sind manche mit anderen Risiken versehen. Wir werden uns also die allgemeinen Risiken, welche grundsätzlich alle Fonds betreffen.

Zu diesen Risiken gehört das Totalverlustrisiko. Dieses Risiko entsteht, da es keine Einlagensicherung gibt oder anderweitige Absicherungen, welche das Emittentenrisiko abdecken würden.

#Merke Dir!

Ein Totalverlustrisiko besteht bei allen Anlageprodukten, bei geschlossenen Fonds jedoch im besonderen Maße

Emittentenrisiko entsteht im Falle dessen, dass die Kapitalverwaltungsgesellschaft oder die Kommanditgesellschaft Insolvenz anmelden muss. Hierbei ist dein gesamtes eingezahltes Kapital in Gefahr.

Neben dem Totalverlustrisiko gehören Haftungsrisiken ebenfalls dazu, denn als Mitgesellschafter der Kommanditgesellschaft, haftest du mit deiner vollen Einlage im Falle einer Insolvenz oder anderen rechtlichen Vorgehen.

Außerdem gibt es ein Fremdkapitalrisiko, dass im Falle einer Zinserhöhung bei längeren Laufzeiten, durchaus zu Verlusten oder sogar zur Insolvenz führen kann.

Es gibt noch einige weitere Risiken, wie das Währungsrisiko oder Renditerisiko.

Beide sind allerdings auch bei manchen offenen Investmentfonds oder Anlagen wieder zu finden.

Fazit

Geschlossene Fonds bewegen sich in deutlich risikoreicheren Gefilden des Marktes. Dafür bieten sie jedoch bessere Rendite sowie andere steuerlich Vorteile, welche herkömmliche offene Fonds nicht bieten können.

Für erfahrene Anleger mit einer hohen Risikobereitschaft ist es eine Überlegung wert sich mit diesen Fonds auseinanderzusetzen und dessen Risiken abzuwägen.

Als ein eher unerfahrener Privatanleger würde ich dir nicht empfehlen dich in diese Gefilde zu wagen. Es erfordert viel Zeit und ein Gefühl für die in den Fonds vertretenen Branchen, um mögliche Ausfälle einschätzen zu können.

Dennoch solltest du geschlossene Fonds nicht aus deinem Gedächtnis streichen, da sich stetig neue Möglichkeiten durch sie ergeben. In Zukunft wird es sicherlich neue Innovationen und Strategien geben, von denen du profitieren kannst.

Wie immer hoffe ich dir mit diesem Beitrag geholfen zu haben.

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Autor – Konstantin

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