Was sind Futures? Lerne jetzt die Geschäfte der Zukunft kennen!

Was sind Futures? Lerne jetzt die Geschäfte der Zukunft kennen!

Die Börse ist geradezu überschwemmt von Massen an verschiedenen Finanzprodukten.
Jedes dieser Produkte hat seine eigenen Vor- und Nachteile.

Dabei stechen jedoch die Termingeschäfte oder auch Futures deutlich hervor.

Aber was sind Futures und wie funktionieren sie?
Das und mehr klären wir jetzt in diesem Artikel!

Wie immer der Hinweis, dass dieser Artikel keine Anlageberatung ist, sondern lediglich deiner Weiterbildung dient. Viel Spaß beim Lesen und Lernen.

Was sind Futures?

Futures sind Termingeschäfte, bei denen man sich als Verkäufer vertraglich dazu verpflichtet, eine Ware oder einen Vermögenswert zu einem vorher vereinbarten Termin und Preis an einen Käufer zu liefern.

Der Käufer verpflichtet sich hingegen dem Verkäufer den Vermögenswert abzukaufen.

Futures können so also zur Absicherung gegenüber Marktschwankungen benutzt werden, aber auch um überdurchschnittliche Renditen zu erzielen.

Zudem gehören Futures zu der Gruppe der Derivate.  Sie werden allerdings immer an den Börsen gehandelt.

#Merke Dir!

Futures verpflichten Käufer wie auch Verkäufer zu einem Handel, zu einem festen Preis und Zeitpunkt!

Woher kommen Futures?

Termingeschäfte dieser Art gab es bereits in der griechischen Antike. Damals benutzte man sie, um sich von den Preisschwankungen des Marktes für Nahrungsmittel oder ähnliches abzusichern.

Bauern benutzten es sehr häufig in Zeiten der Dürre, um so ihre Einkünfte gewährleisten zu können.

In Europa wurden diese Termingeschäfte im 17. Jahrhundert immer beliebter.
Die ersten standardisierten Futures etablierten sich dann im 19. Jahrhundert.

Wie funktionieren Futures?

Genau wie alle anderen Derivate, orientieren sich Futures an einem Basiswert. Dieser Basiswert ist ein Vermögenswert, welcher dem Termingeschäft dann zu Grunde liegt.

Das heißt also der Preis des Futures orientiert sich an diesem Vermögenswert.

Dabei sind Käufer und Verkäufer in jedem Fall dazu verpflichtet, den zuvor vereinbarten Handel durchzuführen.

Bei Optionen hingegen kann man selbst entscheiden, ob man diese realisieren möchte.
So verfallen zum Beispiel 80% aller Optionen ohne Wert.

Was wird in den Futurekontrakten festgehalten?

Bevor wir genau feststellen, was in einem Future festgelegt wird, müssen wir noch klären, was ein Kontrakt ist. Ein Kontrakt ist nichts anderes als ein juristischer Vertrag.

Dieser ist notwendig, damit der Handel zwischen zwei Parteien erfolgreich ausgeführt werden kann.

Ein solcher Kontrakt ist sehr transparent und gibt dir Auskunft darüber, welche Ware wann und zu welchem Preis geliefert werden muss.

Darüber hinaus wird in dem Vertrag auch festgelegt, welche Qualität die Ware haben soll.
Im Falle eines Kontraktes für Äpfel, wäre das zum Beispiel die Güteklasse A, B oder C.

Wie werden Futurekontrakte abgesichert?

Natürlich brauchen beide Vertragspartner einen Nachweis, dass sie die zuvor vereinbarten Bedingungen auch erfüllen können oder im Falle des nicht Erfüllens, dafür haften können.

Hierbei muss eine vorgetragene Sicherheitsleistung geleistet werden, „initial Margin“ genannt.

Je nach Vereinbarung ist die Margin im Durchschnitt bei 5% des Vertragsvolumens.
Auf diese Weise können Anleger viel größere Summen im Markt bewegen, da sie nur 5% des Volumens zu dem Zeitpunkt der Vereinbarung zahlen müssen.

Diesen Effekt nennt man auch „Leverage-Effekt“ oder zu Deutsch, einen „Hebel“.

#Exkurs - vereinfachtes Beispiel

Mit einem Kapital von 10.000 € und einer Margin von 5% auf den Preis des Futures, könntest du also 200.000 € im Markt bewegen.
Denn: 100% / 5% = 20 und 10.000€ x 20 = 200.000 €

Wie berechnet sich der Preis eines Futures?

Wir haben zuvor bereits festgestellt, dass der Preis eines Futurekontraktes sich an dem zugrundeliegenden Basispreis orientiert.

Zu diesem Preis kommen allerdings noch andere Faktoren hinzu.

Einer dieser Faktoren ist der Cost-of-Carry. Das bedeutet nichts anderes als die Lagerkosten, welche für das Produkt des Futures entstehen.

Fort Knox

Außerdem muss von dem Käufer noch ein Zins auf den festgelegten Preis gezahlt werden.
Diese Zinsen nennen sich Opportunitätskosten.

Sie entstehen auf der Seite des Verkäufers, da dieser seinen Sachwert bis zur Ausführung des Termingeschäftes halten muss und nicht veräußern oder in andere Werte umschichten kann.

Er verzichtet also auf die Opportunität eines Gewinns.

So setzt sich der Preis also aus dem Basiswert, dem Cost-of-Carry und den Opportunitätskosten zusammen.

Sind Futures für dich als Privatanleger geeignet?

Futures werden aus den verschiedensten Gründen benutzt. Sei es zur Absicherung von Unternehmensgeschäften oder als spekulative Anlagen um hohe Renditen zu erzielen.

Mittlerweile übersteigt das Handelsvolumen der Derivate, das Volumen der Rohstoffe um ein Vielfaches.

Dies führt zu einem Marktungleichgewicht, welches die Preise von Aktien oder Rohstoffen künstlich in die Höhe treiben kann. Das künstliche Steigern der Preise kann auch sehr negative Auswirkungen auf die Realwirtschaft haben.

Preisexplosionen von Lebensmitteln oder anderen wichtigen Rohstoffen sind hier nicht auszuschließen.

Futures sind jedoch nicht nur für Profispekulanten eine attraktive Möglichkeit, sondern auch für Privatanleger. Mit Hilfe von derartigen Finanzprodukten, kannst deine Positionen in schwierigen Zeiten Absichern oder große Gewinne erzielen.

Dennoch gilt es zu beachten, dass dies viel Erfahrung und Geduld braucht, denn Gewinne wie auch die Verluste sind zu jeder Zeit gehebelt. Totalverluste sind demnach nicht auszuschließen!

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Autor – Konstantin

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