Was sind Immobilienfonds? 6 Fakten, die du unbedingt kennen solltest!

Was sind Immobilienfonds? 6 Fakten, die du unbedingt kennen solltest!

Bevor wir in das Thema „Was sind Immobilienfonds?“ starten, noch ein kleiner Disclaimer.
Falls du noch nicht weißt, was ein Fonds ist, empfehle ich dir den Blogartikel zum Thema „Was sind Fonds?“ zu lesen.

Dann lass uns doch gleich reinstarten!

Was sind Immobilienfonds?

Immobilienfonds sind eine Form der Investmentfonds. Sie gelten als Sondervermögen und haben dabei mindestens 51% ihres gesamten Kapitals in bebaute, unbebaute Grundstücke sowie Erbbaurechte investiert. 

Diese Fonds geben dann Zertifikate aus, welche einen Teil des Fondsvermögens repräsentieren. Wie viele Anteile dabei im Umlauf sind, legt der Fondsmanager selbst fest.

Zudem sind Immobilienfonds zum Großteil in regionale Immobilien investiert. 

Renditen für den Anleger ergeben sich dann durch die regelmäßigen Mieteinnahmen und den Wertzuwachs der Immobilien. 

Zudem wird in zwei Arten von Immobilienfonds unterschieden, den geschlossenen Immobilienfonds und den offenen Immobilienfonds.

Offene Immobilienfonds

Die offenen Immobilienfonds sind für gewöhnlich Investmentfonds der Fondsgesellschaften.
Der Ein- und Ausstieg ist hier, ähnlich wie bei einem normalen Fonds, jederzeit möglich.

Sie zeichnen sich unter den zwei Arten von Immobilienfonds dadurch aus, dass die Anzahl der Immobilien nicht beschränkt ist.

Die vereinfachte Zugänglichkeit dieser Fonds ermöglicht es deutlich mehr Anlegern von diesen Fonds Anteile zu kaufen.
Somit hat der offene Fonds viele Anteilseigner und investiert in eine deutliche höhere Zahl an Immobilien, da ein stetiger Kapitalzufluss durch neue Anteilseigner besteht.

Geschlossene Immobilienfonds

Bei diesen wird hingegen das Kapital meistens in nur wenige Immobilien investiert.

 Die Anzahl der Fondsanteile ist damit stark beschränkt und oftmals nicht für jeden zugänglich.

 Wenn nun eine vorher festgelegte Gesamtanlagesumme erreicht wird, schließt dieser Fond.
Von diesem Zeitpunkt an sind keine Ein- oder Auszahlungen mehr möglich.

Der Anleger profitiert nun nur noch von den ausschüttenden Erträgen durch Mieteinnahmen oder Wertzuwachs der Immobilien.
Man hat dann lediglich die Möglichkeit seine Anteile an einem Zweitmarkt zu veräußern. Dies kann aber zu erheblichen Verlusten oder Gewinneinbußen führen. 

Das heißt also im Umkehrschluss:  geschlossenen Immobilienfonds sind deutlich spekulativer und man benötigt ein hohes Maß an Expertise, um diese effektiv nutzen zu können.

Die 6 wichtigsten Fakten

  • Immobilienfonds sind Sondervermögen, welche zu 51% in bebaute, unbebaute Grundstücke oder Erbbaurechte investiert sind.
  • Die Fondsgesellschaft gibt Zertifikate aus, dessen Preis sich am Wert der Immobilien orientieren.
  • Es gibt zwei Arten von Immobilienfonds – offene und geschlossene.
  • Offene Immobilienfonds sind nicht auf eine maximale Anzahl von Immobilien beschränkt.
  • Geschlossene Immobilienfonds bestehen aus wenigen Immobilien und werden bei erreichen des Maximums direkt geschlossen.
  • Geschlossene Immobilienfonds können im geschlossenen Zustand nur auf Zweitmärkten und unter großen Verlusten veräußert werden.

Welche der zwei Arten an Immobilienfonds solltest du kaufen/besparen?

Ich würde dir empfehlen dich an offene Immobilienfonds zu halten, da du dein Kapital dort flexibler verwalten kannst und auf mögliche finanzielle Missstände deinerseits oder seitens der Märkte reagieren kannst.

 Zudem können offene Investmentfonds ein deutlich konstanteres Wachstum aufweisen.

Geschlossene Fonds können zwar teilweise mit einer unschlagbaren Rendite aufwarten, aber diese ist dann mit hohem Risiko und der entsprechenden Expertise in diesem Bereich verbunden.

Was sind nun Vor- und Nachteile von Immobilienfonds?

Vorteile:

Der erste Vorteil ist die vergleichsweise geringe Volatilität.
Der Wert von Immobilien ist sehr stabil im Vergleich zu beispielsweise Aktien. 

Diese geringe Volatilität des Kurses, also die geringen auf und ab Bewegungen, können dabei sehr beruhigend auf das oftmals strapazierte Anlegerherz wirken. 

Zudem sind die meisten Immobilienfonds ausschüttende Fonds.
Das heißt sie schütten dir monatlich, halbjährlich oder jährlich eine Dividende aus.

Diese Dividende kann schnell anwachsen und fühlt sich am Tag der Ausschüttung schon ziemlich gut an, schließlich hat man ja quasi nichts dafür getan, außer ein paar Anteile zu erwerben.
 So macht sparen richtig Spaß.

Nachteile:

Die einzigen Nachteile liegen darin, dass manche weniger flexibel sind als herkömmliche Fonds. Hier bestehen Mindestanlagezeiten von 24 Monaten.

Hinzu kommt die recht magere Rendite von 2-3%, welche langfristig nur geringfügig über der Inflation liegt.
Davon wird man leider nicht wirklich reich. 

Wenn du dein Wissen über die Inflation, dessen Risiken und deiner Chancen davon zu profitieren, noch einmal auffrischen willst, empfehle ich dir DIESEN Artikel zu lesen.

Noch einmal alle Vor- und Nachteile im Überblick:

Die Vorteile:

Immobilienfonds weisen eine sehr geringe Volatilität im Gegensatz zu Aktien auf.
Das heißt, die Kurse haben eine geringere auf und ab Bewegung. 

Immobilien sind für gewöhnlich sehr Wertstabil und unterligen nur sehr selten größeren Schwankungen.
Diese größeren Schwankungen könnten zum Beispiel von Wirtschaftskrisen ausgelöst werden.

Immobilienfonds sind aufgrund ihrer Wertstabilität sehr gut, um dein Portfolio vor großen Schwankungen abzusichern und bieten dabei noch die Möglichkeit eine weitere Anlageklasse zu kaufen. 

Fast alle Immobilienfonds schütten stetig Dividenden aus. Die meisten schütten jährlich aus.
Dividenden können aber auch monatlich, quartalsweise oder halbjährlich gezahlt werden.

Die Nachteile:

Immobilienfonds haben eine Mindestanlagezeit von 24 Monaten.
Diese wurde nach der Hypothekenkrise 2007/2008, zum Schutz der Anleger und Fondsgesellschaften festgelegt.

Immobilienfonds haben im Durchschnitt gerade einmal eine Rendite von 2-3%.
Vergleicht man dies mit der Rendite von Aktien, welche zwischen 5 und 8% liegt, fällt die große Diskrepanz doch schon ins Gewicht.

Wann solltest du in Immobilienfonds investieren?

Wie wir bereits zuvor festgestellt haben, kannst du im Durchschnitt mit 2-3% Rendite rechnen. Im Gegensatz dazu stehen Aktienfonds mit durchschnittlichen Renditen von 5-8% doch schon deutlicher besser da. 

Du solltest also generell Immobilienfonds nur dazu nutzen, um dein Portfolio breiter zu streuen und eine gewisse Stabilität in dein Depot zu bringen.
 Sonst würde deine Gesamtrendite etwas mager ausfallen.

Ich empfehle dir dabei einen Anteil von 15% an Immobilienfonds, um dich gut zu diversifizieren.

Wenn du bereits Aktienwerte in deinem Portfolio hast, welche in sehr starker Korrelation mit Immobilien stehen, beispielsweise ein Unternehmen wie „Toll Brothers“, welches Luxusimmobilien verkauft, solltest du den Anteil an Immobilienfonds entsprechend verringern.

Außerdem kannst du noch lukrativere Investments im Feld der Immobilienfonds finden.

Diese gibt es zum Beispiel in Form von REITs (Real Estate Investment Trusts) oder ETFs (Exchange Traded Funds).
 Zu beiden Kategorien haben wir noch einen Artikel parat, der dich sicher ebenfalls interessieren könnten.

Wie findest du den richtigen Immobilienfonds zum besparen/kaufen?

Den richtigen Immobilienfonds für dich zu finden, kann etwas Zeit in Anspruch nehmen.
Du solltest hier immer gut überlegt Handeln und wissen über welche Zeit du dieses Geld investieren möchtest und welche Risiken du bereit bist einzugehen.

Generell gilt als ein Indiz für einen Wertstabilen und gut gemanagten Immobilienfonds, das Volumen der Immobilien Investments.

Zudem ist ebenfalls wichtig, wie lange der Fond bereits am Markt ist.
Ein langes bestehen des Fonds ist zwar keinesfalls eine Garantie für dessen Fortbestand, jedoch erhöht es die Chance, dass der Immobilienfond auch in Zukunft ertragreich sein wird.

Zum Schluss solltest du natürlich noch auf die historischen Renditen schauen.
Du solltest den Kursverlauf dabei definitiv einmal, über einen Zeitraum von mindestens 10 Jahren, vor den Augen gehabt haben.

Die 3 wesentlichen Tipps im Überblick:

  • Der Immobilienfonds sollte schon länger als 10-15 Jahre am Markt sein
  • Er sollte ein Volumen von 500 Mio. € oder mehr umfassen.
  • Und er sollte durchschnittliche Renditen von 2-3%, in den letzten 10 Jahren erwirtschaftet haben

Wenn der Immobilienfonds diese 3 Kriterien erfüllt, bist du schon einmal auf der sicheren Seite. Natürlich spielen noch viel mehr Faktoren eine wichtige Rolle. 

Wenn du diese jedoch genauer betrachten willst, wird der Zeitaufwand für die Auswahl exponentiell zunehmen.

Es liegt also bei dir, dich dafür weiterzubilden oder die Zeit für die Auswahl in die Hand zu nehmen.
In Zukunft werden wir auch noch umfassender auf die Bewertung von Investmentfonds eingehen.

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Autor – Konstantin

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